Monster auf der Leinwand – und in der Wirklichkeit? Venedigs Starpower zwischen Fiktion und Gegenwart Facebook, Wahnsinn, Abgefahren, Wins, Beeindruckend, Lustig, Funny, Pics, Bilder, Videos, Community, Sprüche

Monster auf der Leinwand – und in der Wirklichkeit? Venedigs Starpower zwischen Fiktion und Gegenwart

Monster auf der Leinwand – und in der Wirklichkeit? Venedigs Starpower zwischen Fiktion und Gegenwart

Law.pngDie 82. Filmfestspiele von Venedig starten mit einem Leitmotiv, das beunruhigend aktuell klingt: monströse Männer, Machtfantasien, Mythenbildung. Gleich mehrere Wettbewerbsfilme verhandeln Figuren, die Kontrolle und Charisma zur Waffe machen – allen voran Olivier Assayas’ Romanverfilmung „The Wizard of the Kremlin“ mit Jude Law als Wladimir Putin. Dazu kommen Guillermo del Toros „Frankenstein“ mit Oscar Isaac und Christoph Waltz sowie Giorgos Lanthimos’ „Bugonia“ mit Emma Stone und Jesse Plemons. Die Stars liefern Gesichter – die Stoffe liefern Spiegel.

Es ist eine Eröffnung, die das Festival zum Resonanzraum der Gegenwart macht: Was wie Genre klingt, liest sich als Diagnose einer Zeit, in der Hybris, Verschwörungsglauben und Gewalt diskursfähig geworden sind. Zwischen Glamour am Lido und düsteren Parabeln schärft Venedig die Frage: Spiegeln diese Filme nur, oder deuten sie auch Wege aus dem Monströsen? Genau dort setzt unsere Einordnung an – bei Figuren, Motiven und der überraschend klaren Selbstbeschreibung der Macher.

Denn wenn Hollywoods A‑Liste in Venedig vorfährt, geht es längst nicht mehr nur um rote Teppiche. Es geht um Bedeutungsangebote, um die Inszenierung von Verantwortung – und darum, wie nah Kunst und Aktualität einander kommen dürfen. Wer diese Ausgabe verstehen will, muss die Filme lesen wie Kommentare zur Lage. Und genau hier beginnt die erste große Erzählung des Wettbewerbs.

Wie nähert man sich einem Präsidenten, dessen Bild global präsent ist und dennoch rätselhaft bleibt? Die Antwort des französischen Autorenfilmers Olivier Assayas fällt ebenso cinephil wie politisch aus – und führt mitten hinein in die Mechanik von Machtbildern.

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Artikel #60824 (Bilder und Text) wurde verfasst von Sabrina.
Schon gewusst?
Die Filmfestspiele von Venedig zählen zu den ältesten und renommiertesten Festivals der Welt – gegründet 1932, locken sie bis heute Stars, Kritiker und Branchenvertreter gleichermaßen an den Lido. In ihrer langen Geschichte wurden hier immer wieder Filme gezeigt, die weit über das Kino hinaus gesellschaftliche Debatten prägten. Schon die Premiere von Luchino Viscontis „Senso“ oder Stanley Kubricks „Eyes Wide Shut“ unterstrichen, wie eng Venedig Kunst und Zeitgeschehen verknüpft. Typisch für das Festival ist, dass es Stars wie Jude Law, Emma Stone oder Christoph Waltz nicht nur als glamouröse Gesichter präsentiert, sondern als Teil einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Gegenwart.

Die Wettbewerbssektion, in der auch Produktionen wie Guillermo del Toros „Frankenstein“ oder Giorgos Lanthimos’ „Bugonia“ laufen, gilt als Gradmesser für Themen, die das Kino in den kommenden Jahren prägen werden. Immer wieder hat Venedig Filme hervorgebracht, die später große Preise gewannen – darunter Oscargewinner wie „Nomadland“ oder „Roma“. Besonders auffällig ist dabei, wie häufig mythische Stoffe oder historische Figuren als Spiegel für aktuelle Fragen inszeniert werden.

Ein weiteres Markenzeichen: Die Nähe zu politischer Aktualität. Ob durch Dokumentationen über Krieg und Krisen oder durch Spielfilme, die Macht, Kontrolle und V***********g reflektieren – Venedig versteht sich längst nicht mehr nur als glamouröser Auftakt in die Herbstsaison, sondern als Resonanzraum für globale Debatten. Dass 2025 ausgerechnet Themen wie Monstrosität, Hybris und Machtmissbrauch im Zentrum stehen, fügt sich in diese Tradition. Es zeigt, dass das Festival nicht nur Leinwand, sondern auch gesellschaftliches Seismogramm sein will – und darin liegt sein unverwechselbarer Platz im internationalen Festivalreigen.
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