Für Carpendale war nicht er selbst das eigentliche Ziel, sondern seine Fans
Genau das macht seine Reaktion so l**************h. In seinem Instagram-Video erklärt Howard Carpendale laut BILD, er sei „ein bisschen enttäuscht“ von Oliver Welke. Noch deutlicher wird er, als er sagt, er hätte nie gedacht, dass Welke „diese Tendenzen“ habe, Menschen anzumachen, die sich gar nicht wehren könnten. Damit verschiebt Carpendale den Konflikt bewusst weg von einer persönlichen Kränkung und hin zu einer moralischen Frage: Wer macht sich hier eigentlich über wen lustig?
Aus seiner Sicht trifft der Witz eben nicht in erster Linie den Künstler Howard Carpendale, sondern die Menschen, die zu seinen Konzerten gehen. Genau deshalb ist sein Ton so scharf. Er verteidigt nicht sein Image, sondern das Publikum, das ihn seit Jahrzehnten trägt. In diesem Punkt steckt auch ein Teil seiner emotionalen Glaubwürdigkeit. Carpendale präsentiert sich nicht als eitler Star, der auf eine Pointe empfindlich reagiert, sondern als jemand, der seine Fans vor Verachtung in Schutz nimmt.
Gerade das erklärt, warum sein Gegenangriff so ungewohnt ernst klingt. Er spricht nicht in lockerer Promi-Gekränktheit, sondern fast wie jemand, der einen Ehrenkodex verletzt sieht. Der Witz erscheint in seiner Wahrnehmung nicht als harmlose Zuspitzung, sondern als Angriff auf Würde und Empathie.
Und genau deshalb lässt er es nicht bei einem beleidigten Kommentar bewenden. Er holt weiter aus – und macht daraus fast ein öffentliches Tribunal über die Haltung hinter dem Witz.